Silberinformationen


Silberketten-Silberschmuck-Edles-Silber

„Wnderschöne indische Silberketten aus unserem Online-Shop, in 925 Sterling Silber.“

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Edles Silber

Auf diesen Seiten finden Sie allerhand Informationen zum Edelmetall Silber. Hier werden die Eigenschaften und Merkmale von Silber beleuchtet. Weiters finden Sie Informationen über die industrielle Verwendung von Silber sowie historische Informationen zu Silber.
In unserem Online-Shop www.indien-schmuckkkunst.de finden Sie noch weiterführende Silberinformationen zu den Themen Silberlegierungen und Silberprüfungen.

Eigenschaften des Edelmetalls Silber

    • Silber ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ag und der Ordnungszahl 4
    • Silber tritt in der Natur nur selten rein auf – gediegen Silber – oft kommt es in Verbindung mit anderen Metallen vor (Gold, Blei, Kupfer, in Verbindung mit Schwefel etc.)
    • Selbst das sogenannte gediegene Silber, wie es in den Silberminen abgebaut wird, ist nicht chemisch rein sondern enthält meist Beimengungen von Gold und anderen Metallen
    • Das Silbererz ist heute fast die ausschließliche Grundlage der Silberproduktion. Hier liegt eine Mischung mit unedlen Metallen wie Kupfer, Antimon, Blei und selbst Eisen vor.
    • Es sind rund 130 Silbererze bekannt, in denen das Silber in Verbindung mit anderen Elementen auftritt. Häufigstes Silbererz ist der Silberglanz (auch: Argentit), der 87% Silber enthält. Tritt er in rhombischen Kristallen auf, so heißt er Akanthit.
      Es gibt die unterschiedlichsten Verbindungen (Pyragyrit, Stefanit, Bromit, Polybasit…)


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    • Silber ist weich und geschmeidig
    • Silber besitzt das höchste Absorptions- und Reflexionsvermögen. Aufgrund dieser Eigenschaft besitzt Silber den glänzend weißen Metallglanz.
      Keine andere Substanz spiegelt Licht so gut wie Silber
    • Es weist einen „warmen“ Farbton auf etwa im Gegensatz zum „kühleren“ Chrom, da es langwelliges Licht (rot, orange, gelb) noch vollständiger reflektiert als kurzwelliges.
    • Frisch abgeschiedenes Silber reflektiert über 99,5 Prozent des sichtbaren Lichtes
    • Durch die Absorptionsfähigkeit werden Silberverbindungen in Silber und den jeweiligen Bindungspartner gespalten. Das reine Silber erscheint schwarz.
      Je nach Lichtfrequenzen und Silberverbindungen können nun Schwärzungen vorgenommen werden. Dies ist die Grundlage der Fotografie. Als erste Substanz kam Silbernitrat zum Einsatz.
    • Silber ist der beste Wärmeleiter unter den Metallen
    • Silber ist der beste Leiter für elektrischen Strom
    • Silber hat eine keimtötende Wirkung – kolloidales Silber für die Spülung von Wunden,…
    • Silber weist eine oligodynamische(d.h. sterilisierende) Wirkung auf
    • Silberschmuck verursacht daher auch keine allergischen Reaktionen


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  • Silber verfärbt sich – „läuft an“
    Grund dafür ist die besondere Empfindlichkeit der Silberoberfläche gegenüber schwefelhaltigen Gasen (z.B. Schwefelwasserstoff).
    Schon bei Raumtemperatur findet eine Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und Silber statt, wobei Silbersulfid gebildet wird, das dann zu den oben erwähnten dunklen Farbveränderungen führt.In gleicher Weise läuft Silber bei Berührung mit Speiseresten an, die schwefelhaltige Substanzen enthalten, wie z. B. Eigelb, Mayonnaise, Senf, Zwiebeln
  • Silber lässt sich hämmern, pressen und prägen, den bevorzugten Techniken der Antike, aber auch leicht schmelzen und gießen
  • Der Schmelzpunkt liegt bei 960,85 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 1.980 Grad Celsius
  • Es lässt sich zu Folien von nur 0,0002 mm Stärke schlagen(Blattsilber). Aus 1 g Silber lässt sich ein Draht von 2 km Länge ziehen
  • Das spezifische Gewicht beträgt ca. 10,5. D.h. 1 cm³ Silber wiegt 10,5 Gramm im Gegensatz zu 1 cm³ Wasser von 4°, das 1 Gramm wiegt. Spezifisches Gewicht ist die Schwere eines Metalls.
  • Mit der Ausnahme von Kobalt und Eisen kann Silber mit den meisten Metallen legiert werden. Legierungen sind z.B.: 925 Sterling Silber, 800er Arbeitssilber,…
    Weiterführende informationen finden Sie auf folgenden fünf Seiten in unserem Schmuck Shop.

Industrielle Verwendung von Silber

Die industrielle Nutzung ist verantwortlich für die Hälfte des gesamten Silberaufkommens.
Der folgende Artikel beschreibt die industrielle Verwendung von Silber
Bis in die frühen 90er Jahre war die Fotografie der Hauptverbraucher von Silber. Etwa 40% des gesamten Bedarfs wurden als Silberhalogenide zur Herstellung von
lichtempfindlichen Schichten für Filme aller Art benötigt.
Der größte Einzelverbraucher war Eastman Kodak mit 1000 Tonne im Jahr.
Durch den Siegeszug der digitalen Fotografie hat sich dieser Anteil deutlich verringert und umfasst gerade noch 10%.


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Ein weiterer Hauptposten ist Schmuck, Tafelsilber und die Galvanik. Bei der Galvanik werden dünne Schichten Silber als Korrosionsschutz auf Gebrauchsgegenstände etc. aufgetragen.
Eine weitere aber deutlich abgeschwächte Einsatzform ist im Bereich der Silbermünzen.
Unverändert hoch ist der Anteil von Silber in der Industrie zum Beispiel für elektrische Kontakte und in der Elektronik.
Silber wird auch für RFID-Tags, DVD Beschichtungen, Monitoren, Batterien, Kugellagern, Fensterscheiben- beschichtungen und vieles mehr verwendet.
Weiters verwendet man Silber für Spiegel, für die Herstellung von künstlichem Regen (bzw. der Auslösung von Regen mittels Silberjodid) und im medizinischen Bereich.
Hier vor allem in der Dentaltechnik sowie als kolloidales Silber(gegen Entzündungen) und als Silber-Eiweiß Präparate gegen Magengeschwüre und Halsentzündungen etc. Hier nutzt man die antibakterielle Kraft von Silber.


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Kolloidales Silber ist eine Verwendungsform von Silber die früher zur Infektionsbekämpfung eingesetzt wurde. Bei kolloidalem Silber handelt es sich um ultrafeine Partikel von Silber (Nanosilber) oder auch von Silberverbindungen bzw. deren flüssige Dispersionen. Diese nennt man auch Silberwasser. Genauere Infos dazu finden Sie in hier in Wikipedia.

Ein ganz neues Anwendungsfeld ist die Photovoltaik. Da Silber die höchste elektrische und thermische Leitfähigkeit unter den Metallen besitzt ist es wichtiger Bestandteil von Photovoltaik-Anlagen. Für ein Solarpanel werden rund 15 – 20 Gramm Silber verwendet.

Ein gute Gesamtauflistung der Einsatzgebiete von Silber können sie auf Silber.de nachlesen.

Herkunft des Wortes Silber

Es wird vermutet, dass das Wort „Silber“ vom assyrischen Wort „sarpu“ abstammt. Exakt konnte dies aber bislang nicht geklärt werden.


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Im Alt-slawischen lautet die Bezeichnung für Silber „sirebro“. Die Germanen verwendeten das Wort „silabra“, die Goten „silubr“.
In den skandinavischen Sprachen finden sich Bezeichnungen wie „silfver“, und „sylv“ um im Englischen zu „silver“ zu werden.
Vom Alt-hochdeutschen „silabar“ ist dann unsere heutige Bezeichnung Silber entstanden.
Die Wurzel der lateinischen Bezeichnung „argentum“ leitet sich vom Griechischen „argyros“ ab, was so viel heißt wie weiß-metallisch.

Silber als Zahlungsmittel

Das Silber bereits früh als Zahlungsmittel zum Einsatz kam, bemerkt man u.a. auch daran, dass sich viele Währungsbezeichnungen von Silber ableiten lassen.
Hier seien Beispielhaft die indische Rupie erwähnt (im Sanskrit bezeichnet das Wort „rupiah“ Silber) und das Pfund Sterling sowie der Peso, die sich beide von Silbermünzen ableiten.
Mit zu den Ersten die Silber in Münzenform als Zahlungsmittel verwendeten zählen die Griechen. Hierzu gibt es Funde von Silbermünzen u.a. mit einer abgebildeten
Eule aus dem 5 Jhd. v.Chr.


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In der Römerzeit wurde Silber erstmals auch mit unedlen Metallen gemischt. Gegen Ende der Römerzeit gab es versilberte Kupfermünzen.
In Europa waren Silbermünzen als Zahlungsmittel üblich. So führte z.B. Karl der Große den silbernen Pfennig ein. Im 16.Jhd sorgten die riesigen Mengen an Silber die von den Spaniern aus den Kolonien der neuen Welt gebracht
wurden für einen Wertverfall.
Silber als Schmuckmetall ist eine jüngere Entwicklung. Lange Zeit war Silber das Metall für Gefäße und Gegenstände, nicht aber für Schmuck.

Wie kann man den Silbergehalt selbst messen?

Dafür eignet sich der Säuretest hervorragend.Kleine Prüfsets erhalten Sie bereits ab €25. Ein solches Set besteht aus einem schieferartigem Prüfstein und Prüfsäuren. Sie reiben den zu testenden Silbergegenstand am Prüfstein und träufeln ein wenig Prüfsäure auf den Abrieb. Die Färbung läßt auf den Silbergehalt schließen.

Welche Färbungen - bzw. Nachweise gibt es bei der Methode des Säuretests?

Dunkelrot: Sterling Silber; Hellrot: Feinsilber, Braun: 800er Silber, Gelb: Blei oder Zinn, Dunkelbraun: Bronze, Blau: Nickel

Was ist Tibetsilber bzw. Neusilber?

Tibetsilber ist meist eine Legierung aus Zink, Kupfer oder Zinn und 25 % Silber. Neusilber ist ein weiß glänzendes Metall und besteht aus einer Kupfer, Nickel und Zink Legierung.